Geschichte
Die gefundenen Reste lassen auf Bergbau in Huelva bereits seit
der Bronzezeit schließen, wenngleich auch Spuren noch älterer
menschlicher Ansiedlungen existieren.
Neuere archäologische Studien ergaben, dass genau hier, am
Zusammenfluss der Flüsse Tinto und Odiel, das Herz von Tartessos
und seiner Zivilisation lag. Später, im 7. und 5. Jahrhundert
v. Chr., ließen sich in der Stadt Phönizier und Karthager
nieder, die die hiesigen Silberminen bearbeiteten.
Zur Zeit der Römer wird es von Historikern erwähnt, wie
im Itinerario Antonino, der von einem Weg berichtet, der von der
Mündung des Guadiana nach Mérida führte und entlang
dessen mehrere Münzprägestätten existierten. Um das
Jahr 194 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern eingenommen
und Onuba genannt.
Während der Epoche von Al-Andalus muss Huelva eine wichtige
Stadt gewesen sein, deren Hafen mit Afrika sowie Algeciras, Málaga
und Sevilla Handel betrieb, wenn die Gegend auch von Niebla kontrolliert
wurde, zu dem auch Huelva gehörte.
Die christliche Eroberung wurde zusammen mit Niebla unter Alfons
X. im Jahre 1262 durchgeführt. Nach der Eroberung wurden Huelva
im Jahre 1264 eigene Sonderrechte zugestanden.
Nach dem Ende des Krieges von Granada im Januar 1492 finanzierte
die Königin Isabel von Kastilien die erste Expedition von Christoph
Kolumbus. Huelva sollte der Ausgangspunkt dieses Abenteuers sein.
Aus dem Hafen von Palos de la Frontera liefen die Schiffe aus und
legten in Huelva bei ihrer Rückkehr an. Von allen Provinzen
Andalusiens hatte Huelva die größte Anzahl von Emigranten,
die nach Amerika auswanderten. Hier begann die erste Expedition
und viele weitere sollten ihr folgen. Später jedoch, durch
die Zentralisierung des Überseehandels auf Sevilla und den
Guadalquivir, erlebt Huelva einen Niedergang, der über mehrere
Jahrhunderte anhalten sollte.
Tatsächlich erholt es sich davon erst im Jahre 1833, als das
Land in Provinzen unterteilt und Huelva Provinzhauptstadt wird.
1874 übernahmen die Engländer den Minenabbau, was der
Stadt einen enormen Schub gab und die Einwohnerzahl in die Höhe
schnellen ließ.
1964 entsteht der Polo de Desarrollo de Huelva, ein Entwicklungsprogramm,
das zum Aufschwung der Stadt beitrug, die bis heute ein wichtiges
Industriezentrum ist.
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